Zum Inhalt springen
Hausbesuch im Raum Nordstemmen
Computer

Windows 10 Support-Ende: sicher auf Windows 11

Windows 10 erhält seit dem 14. Oktober 2025 keine regulären Sicherheitsupdates mehr. So prüfen Sie die Windows-11-Anforderungen und steigen sicher um.

12 Min. Lesezeit Windows 11Windows 10UmstiegPC-HilfeSicherheitsupdates

Am 14. Oktober 2025 (Microsoft) hat Microsoft die reguläre Unterstützung für Windows 10 eingestellt. Seitdem gibt es für dieses Betriebssystem keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr, die neu entdeckte Lücken schließen. Der Rechner startet weiterhin, Programme laufen wie gewohnt, und auf den ersten Blick ändert sich nichts. Genau darin liegt die Tücke, denn im Hintergrund wächst mit jeder Woche die Zahl der bekannten, aber nicht mehr geschlossenen Schwachstellen. Betroffen sind keineswegs nur Einzelfälle: In Deutschland laufen noch rund 22 Prozent (StatCounter) aller Desktop-PCs mit Windows 10, also Millionen Geräte, viele davon in Privathaushalten auch hier im Raum Hildesheim und im Leinetal. Dieser Beitrag erklärt in Ruhe und ohne Fachchinesisch, welche Risiken ein ungeschütztes System hat, wie Sie prüfen, ob Ihr PC die Anforderungen von Windows 11 erfüllt, was der Sicherheits-Puffer bringt und wann sich ein neues Gerät lohnt. Wie Betrüger die Verunsicherung rund um solche Umstellungen ausnutzen, lesen Sie in unserem Beitrag zu Phishing und Fake-Anrufen.

Windows 10 Support-Ende: sicher auf Windows 11Windows 10Support seit 14.10.2025 beendetKeine Sicherheitsupdates mehrAngriffsfläche wächst mit der ZeitWindows 11Aktuelle SicherheitsupdatesDaten & Fotos übernommenVertraute Programme & Mails22%noch Win 10 (StatCounter)Windows-11-Voraussetzungen (Microsoft)TPM 2.0SicherheitschipProzessorkompatibel, 2+ Kerne4 GBArbeitsspeicher64 GBSpeicherplatzSo läuft der Umstieg mit uns1. PrüfenPC & Daten checken2. SichernFotos, Mails, Dateien3. AufspielenWindows 11 / neuer PC4. ÜbertragenProgramme & PasswörterSupport-Ende 14.10.2025 (Microsoft) · rund 22% noch Windows 10 in DE (StatCounter) · ESU frei bis Okt. 2026 im EU-Raum (Verbraucherzentrale)

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft für Windows 10 keine regulären Sicherheitsupdates mehr; das System läuft weiter, wird aber Woche für Woche angreifbarer.
  • In Deutschland nutzt noch rund jeder fünfte Desktop-PC Windows 10, ein großer Teil davon in Privathaushalten.
  • Ob Ihr Rechner Windows 11 schafft, hängt vor allem an TPM 2.0 und einem passenden Prozessor; oft ist der Chip nur im BIOS abgeschaltet.
  • Für Privatnutzer im EU-Raum gibt es bis Oktober 2026 kostenlose Sicherheitsupdates als Puffer, das ist aber nur eine Brücke, kein Dauerzustand.
  • Der Umstieg gelingt ohne Datenverlust-Stress, wenn vorher alle Fotos und Dateien gesichert und Programme, Mails und Passwörter sauber übertragen werden.

Was das Support-Ende wirklich bedeutet

Das Wort Support-Ende klingt harmlos, hat aber eine klare Bedeutung. Bis zum 14. Oktober 2025 (Microsoft) hat Microsoft für Windows 10 monatlich Aktualisierungen bereitgestellt, die Fehler behoben und vor allem frisch entdeckte Sicherheitslücken geschlossen haben. Seit diesem Stichtag entfallen diese regulären Updates. Ihr Computer wird dadurch nicht plötzlich unbrauchbar, er startet weiterhin und alle Programme funktionieren zunächst wie am Vortag. Das Problem entsteht schleichend: Jede neue Schwachstelle, die Kriminelle finden, bleibt auf einem Windows-10-System dauerhaft offen, weil kein Sicherheitsupdate sie mehr schließt. Aus einem einst gut gepflegten System wird so mit der Zeit ein Einfallstor.

Wie viele Menschen das betrifft, zeigt ein Blick auf die Verbreitung. In Deutschland läuft noch rund 22 Prozent (StatCounter) der Desktop-PCs mit Windows 10, während knapp 75 Prozent (StatCounter) bereits Windows 11 einsetzen. Auch wenn die Mehrheit den Wechsel vollzogen hat, bedeutet das umgekehrt Millionen Geräte, die weiterhin ohne aktuellen Schutz im Netz sind. Gerade in Privathaushalten steht der Umstieg oft noch aus, weil er als kompliziert oder teuer empfunden wird. Für viele Familien und ältere Menschen hier im Raum Hildesheim und im Leinetal ist der eigene Rechner aber das Tor zu Online-Banking, Behördenpost und dem Kontakt zur Familie, also genau der Bereich, in dem Sicherheit besonders zählt.

Die Einschätzung des BSI

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, nach dem Support-Ende von Windows 10 auf ein aktuelles Betriebssystem wie Windows 11 umzusteigen und dies nicht auf die lange Bank zu schieben. Ein ungeschütztes System sei über die Zeit zunehmend angreifbar. Vor jedem Wechsel rät das BSI ausdrücklich zu einer Datensicherung, um mögliche Datenverluste zu vermeiden (BSI).

Welche Risiken ein ungeschütztes System hat

Ein Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates ist wie ein Haus, dessen Schlösser bekannt geworden sind, aber nicht mehr ausgetauscht werden. Für Privatnutzer bedeutet das vor allem drei Dinge: mehr Angriffsfläche für Schadprogramme, wachsende Gefahr für persönliche Daten und nach und nach Probleme mit Programmen, die neuere Systeme voraussetzen. Diese Risiken treten selten sofort ein, nehmen aber mit jedem Monat zu. Wer die Umstellung frühzeitig plant, muss sich davon nicht unter Druck setzen lassen. Wichtig ist nur, das Thema nicht auszusitzen. Wie Kriminelle unsichere Systeme und verunsicherte Menschen gezielt ansprechen, zeigen wir auch am Beispiel von Phishing und betrügerischen Anrufen.

Offene Sicherheitslücken

Neu entdeckte Schwachstellen werden auf Windows 10 nicht mehr geschlossen. Schadprogramme können solche Lücken ausnutzen, um sich einzunisten, ohne dass Sie es sofort bemerken.

Gefahr für Ihre Daten

Online-Banking, Passwörter und persönliche Dokumente sind auf einem ungeschützten System stärker gefährdet. Datendiebstahl trifft im Zweifel genau die Informationen, die man am wenigsten verlieren möchte.

Programme ziehen nach

Nach und nach stellen Browser, Sicherheitssoftware und Apps die Unterstützung für Windows 10 ein. Was heute noch läuft, kann in einigen Monaten Warnungen zeigen oder gar nicht mehr starten.

Kein Grund zur Panik, aber ein Grund zum Planen

Ihr Windows-10-PC fällt nicht von heute auf morgen aus, und Sie müssen nichts überstürzen. Sinnvoll ist es aber, den Umstieg jetzt in Ruhe anzugehen, statt zu warten, bis eine Warnmeldung oder ein Zwischenfall die Entscheidung erzwingt. Ein geplanter Wechsel ist immer entspannter als ein Wechsel unter Druck.

Läuft mein PC schon mit Windows 11?

Die gute Nachricht zuerst: Wenn Ihr PC die Voraussetzungen erfüllt, ist das Upgrade auf Windows 11 kostenlos (Microsoft). Ob Ihr Gerät geeignet ist, hängt an einer überschaubaren Liste von Anforderungen. Am folgenreichsten ist dabei ein Sicherheitschip namens TPM 2.0 (Microsoft), ein sogenanntes Trusted Platform Module in der Version 2.0. Hinzu kommen ein kompatibler 64-Bit-Prozessor mit mindestens zwei Kernen, mindestens 4 GB (Microsoft) Arbeitsspeicher, mindestens 64 GB (Microsoft) freier Speicherplatz sowie ein aktivierter sicherer Start, genannt Secure Boot. Ob Ihr Rechner passt, prüft die kostenlose PC-Health-Check-App von Microsoft mit einem Klick und nennt bei Bedarf den Grund, falls etwas fehlt.

AnforderungDas braucht Windows 11So prüfen Sie es
Sicherheitschip TPM 2.0Trusted Platform Module in Version 2.0PC-Health-Check-App oder Eingabe von tpm.msc
ProzessorKompatibler 64-Bit-Prozessor, zwei oder mehr KerneModell mit der Freigabeliste von Microsoft abgleichen
ArbeitsspeicherMindestens 4 GB RAMSysteminformationen in den Einstellungen
SpeicherplatzMindestens 64 GB freier SpeicherEigenschaften der Festplatte im Explorer
Sicherer StartSecure Boot im UEFI aktiviertUEFI- oder BIOS-Einstellungen kontrollieren

Oft ist der Chip nur abgeschaltet

Viele Rechner der Baujahre 2016 bis 2020 besitzen längst einen TPM-2.0-Chip, bei dem er jedoch im BIOS deaktiviert ist. Dann meldet die Prüfung fälschlich, der PC sei nicht geeignet, obwohl ein Wechsel einer einzigen Einstellung genügt. Wir sehen uns diese Einstellungen bei einem Hausbesuch an, bevor Sie über ein neues Gerät nachdenken. So mancher totgesagte Rechner läuft danach problemlos mit Windows 11.

Der Sicherheits-Puffer bis Oktober 2026

Wer den Umstieg nicht sofort schafft, steht nicht schutzlos da. Microsoft bietet ein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates an, kurz ESU. Das Besondere für Deutschland: Für Privatnutzerinnen und Privatnutzer im Europäischen Wirtschaftsraum sind diese erweiterten Sicherheitsupdates bis zum 14. Oktober 2026 (Verbraucherzentrale) kostenlos, sofern man sich mit einem Microsoft-Konto anmeldet. Weltweit bietet Microsoft daneben mehrere Wege in das Programm an, etwa das Speichern der PC-Einstellungen, den Einsatz von 1.000 (Microsoft) Bonuspunkten oder eine einmalige Zahlung von rund 30 (Microsoft) US-Dollar. Für die meisten Haushalte im EU-Raum ist der kostenlose Weg über das Konto der einfachste, um noch etwas Zeit zu gewinnen.

  1. Kostenloser Weg im EU-Raum: Anmeldung mit einem Microsoft-Konto und Aktivierung der erweiterten Updates bis Oktober 2026 (Verbraucherzentrale).
  2. Speichern der PC-Einstellungen in der Microsoft-Cloud als Voraussetzung für die kostenlose Teilnahme (Microsoft).
  3. Alternativ der Einsatz von Bonuspunkten oder eine einmalige Zahlung, wenn der kostenlose Weg nicht in Frage kommt (Microsoft).

Ein Puffer, keine Dauerlösung

Das ESU-Programm verschafft Ihnen zusätzliche Monate, in denen kritische Sicherheitslücken weiterhin geschlossen werden. Es ist aber ausdrücklich als Übergang gedacht. Auch das BSI sieht darin keine dauerhafte Lösung und rät zum vollständigen Wechsel auf ein System mit umfassender Update-Versorgung (BSI). Nutzen Sie die gewonnene Zeit also, um den Umstieg in Ruhe vorzubereiten, nicht, um ihn erneut zu verschieben.

Neuer PC oder Upgrade? Wann sich was lohnt

Ob sich ein Upgrade oder ein neues Gerät lohnt, hängt vor allem am Alter und Zustand Ihres Rechners. Erfüllt der PC die Voraussetzungen und läuft er im Alltag noch zügig, ist das kostenlose Upgrade auf Windows 11 fast immer die sinnvollste Wahl. Ist das Gerät dagegen mehrere Jahre alt, ohnehin langsam oder technisch nicht geeignet, kann ein neuer Rechner die bessere Entscheidung sein, weil er länger sicher versorgt bleibt. Dass viele vor dieser Frage stehen, zeigt eine Erhebung: 31 Prozent (Verbraucherzentrale Bundesverband) der Windows-10-Nutzer gaben an, sich wegen des Support-Endes ein neues Gerät anschaffen zu müssen oder es bereits gekauft zu haben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist zugleich darauf hin, dass ein voreiliger Neukauf vermeidbaren Elektroschrott erzeugt (Verbraucherzentrale Bundesverband). Deshalb lohnt sich vorab immer die ehrliche Prüfung, ob der vorhandene PC nicht doch geeignet ist.

KriteriumUpgrade auf Windows 11Neuer PC mit Windows 11
VoraussetzungPC erfüllt TPM 2.0 und die Prozessor-VorgabenAuch für ältere, nicht kompatible Geräte geeignet
KostenDas Upgrade selbst ist kostenlos (Microsoft)Anschaffung eines neuen Geräts
AufwandInstallation und Datenübernahme auf demselben GerätEinrichtung und vollständiger Umzug der Daten
Sinnvoll, wennDer Rechner sonst noch zügig und zuverlässig läuftDas Gerät ohnehin in die Jahre gekommen ist

Bevor wir über ein neues Gerät sprechen, prüfen wir immer erst, ob Ihr Rechner das Upgrade schafft. Das spart Geld und schont ganz nebenbei die Umwelt.

Technik daheim

Umstieg ohne Datenverlust: unser Vorgehen

Der wunde Punkt beim Betriebssystemwechsel ist für die meisten Menschen nicht die Technik, sondern die Sorge um die eigenen Erinnerungen und Unterlagen. Genau hier setzen wir an. Wir kommen zu Ihnen nach Hause, prüfen zuerst, ob Ihr PC Windows 11 schafft, und sichern anschließend alle Fotos, Dokumente und Mails, bevor überhaupt etwas verändert wird. Erst danach spielen wir Windows 11 sauber auf oder richten einen neuen Rechner ein und übertragen Ihre Programme, E-Mail-Postfächer und Passwörter. Sie müssen nichts vorbereiten und behalten in jedem Schritt den Überblick. Welche Backup-Strategie für Fotos und wichtige Daten sich dauerhaft bewährt, zeigen wir in einem eigenen Beitrag, und wie ein solcher Daten-Umzug auf ein neues Gerät im Detail abläuft, beschreiben wir ebenfalls.

1. Kompatibilität prüfen

Wir sehen uns Ihren Rechner an, kontrollieren TPM, Prozessor und Speicher und schalten bei Bedarf den Sicherheitschip im BIOS frei. So klärt sich zuverlässig, ob ein Upgrade genügt oder ein neues Gerät sinnvoll ist.

2. Daten und Fotos sichern

Vor jeder Veränderung sichern wir Ihre Fotos, Dokumente und Mails auf einem separaten Datenträger. Wie eine dauerhaft verlässliche Datensicherung aussieht, richten wir auf Wunsch gleich mit ein.

3. Windows 11 aufspielen

Wir installieren Windows 11 sauber auf Ihrem geeigneten PC oder richten einen neuen Rechner vollständig ein, inklusive Grundeinstellungen, damit alles von Anfang an übersichtlich und stabil läuft.

4. Programme und Passwörter

Zum Schluss übertragen wir Ihre Programme, E-Mail-Konten und mit einem Passwort-Manager auch Ihre Zugangsdaten, sodass Sie sich sofort wieder zurechtfinden.

Damit der Wechsel nicht mit einem fremden Bildschirm endet, zeigen wir Ihnen auf Wunsch in Ruhe, was in Windows 11 neu ist und wo die vertrauten Funktionen jetzt zu finden sind. Diese Einweisung übernehmen wir in unserem Windows-Kurs bei Ihnen zuhause, damit Sie sich im neuen System sicher bewegen. Wer die Grundlagen am Rechner ohnehin festigen möchte, findet einen geduldigen Einstieg in unseren Computerkursen zuhause, und speziell für ältere Menschen bieten wir eine ruhige Technik-Hilfe für Senioren an. Die persönliche Begleitung rechnen wir über eine klare Hausbesuch-Pauschale ab, sodass die Kosten planbar bleiben und Sie einen festen Ansprechpartner haben, kein anonymes Call-Center. Wie sicher der Umgang mit Ihren Daten dabei bleibt, ordnen wir zusätzlich in unserem Beitrag zu Datenschutz und Sicherheit zuhause ein. Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg für Sie der richtige ist, klären wir das gern in einem persönlichen Gespräch.

Quellen und Studien

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Microsoft (Support-Ende von Windows 10 am 14. Oktober 2025, Systemanforderungen von Windows 11 sowie erweiterte Sicherheitsupdates), Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI (Empfehlungen zum Wechsel nach dem Support-Ende und zur vorherigen Datensicherung), Verbraucherzentrale und Verbraucherzentrale Bundesverband (kostenlose erweiterte Updates für Privatnutzer im EU-Raum bis Oktober 2026, Umfragewert zum Neukauf sowie Hinweise zu Elektroschrott) und StatCounter Global Stats (Verbreitung der Windows-Versionen in Deutschland, Stand 2026). Die genannten Werte können je nach Erhebungszeitpunkt und Methode variieren; Aussagen zu unserem Vorgehen beruhen auf eigener Projekterfahrung im Raum Hildesheim und Leinetal.