Zum Inhalt springen
Technik für Senioren & Lernen

Notrufuhr mit Sturzerkennung: Sicherheit für Senioren

Wie eine Notrufuhr mit automatischer Sturzerkennung funktioniert und wie Sie das Gerät mit Notrufkontakten Schritt für Schritt sicher zuhause einrichten.

13 Min. Lesezeit SeniorenSturzerkennungNotrufHausnotrufVor-Ort-Service

Kurz und einfach erklärt

Ein Sturz ist im Alter schnell passiert. Gefährlich ist oft das lange Liegen danach. Der Beitrag erklärt, wie eine Notrufuhr helfen kann.

Die Uhr sieht aus wie eine normale Armbanduhr. Sie kann einen schweren Sturz erkennen und einen Notruf auslösen. Das kann auch ohne Knopfdruck gehen.

Die Uhr nutzt das Handynetz. So kann sie auch im Garten oder unterwegs helfen. Der Beitrag zeigt auch, wo ihre Grenzen liegen.

Wichtig ist eine gute Einrichtung. Legen Sie fest, wer im Notfall Bescheid bekommt. Machen Sie einen Probealarm.

Wir kommen zu Ihnen nach Hause, richten die Uhr ein und erklären alles in Ruhe.

Ein Sturz ist im Alter schnell passiert - ein Stolpern an der Teppichkante, ein Schwindel beim Aufstehen, ein Fehltritt auf der Treppe. Gefährlich wird er oft nicht durch den Aufprall selbst, sondern durch das, was danach kommt: Wer allein lebt und nach dem Sturz nicht mehr aufstehen oder zum Telefon greifen kann, liegt im schlimmsten Fall lange hilflos am Boden. Genau hier setzt eine Notrufuhr mit Sturzerkennung an. Sie sieht aus wie eine normale Armbanduhr, erkennt einen schweren Sturz aber automatisch und setzt selbstständig einen Notruf ab - auch dann, wenn die Trägerin oder der Träger keinen Knopf mehr drücken kann. Rund ein Drittel der Menschen ab 65 Jahren stürzt einmal im Jahr (WHO), und in Deutschland waren 2022 23,8 Prozent (Robert Koch-Institut) der über 65-Jährigen mindestens einmal betroffen. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie eine solche Uhr funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und wie Sie sie mit den richtigen Notrufkontakten Schritt für Schritt einrichten - für mehr Selbstständigkeit zuhause und unterwegs. Und wenn Sie die Einrichtung nicht selbst übernehmen möchten, richten wir die Notrufuhr bei Ihnen zuhause ein und erklären die Bedienung in Ruhe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Notrufuhr mit Sturzerkennung erkennt einen schweren Sturz automatisch und kann selbst dann einen Notruf auslösen, wenn die betroffene Person keinen Knopf mehr drücken kann.
  • Gefährlich ist im Alter oft nicht der Sturz selbst, sondern das lange Liegen danach - ein schneller Notruf verkürzt genau diese kritische Zeit.
  • Anders als ein klassischer Hausnotruf mit fester Basisstation funktioniert eine mobile Notrufuhr über Mobilfunk auch unterwegs, im Garten oder beim Spaziergang.
  • Damit die Uhr im Ernstfall hilft, müssen Sturzerkennung, Notrufkontakte und - je nach Modell - eine Notrufzentrale sauber eingerichtet und einmal getestet sein.
  • Für den monatlichen Zuschuss der Pflegekasse muss das System zertifiziert und anerkannt sein; nicht jede frei gekaufte Smartwatch mit Sturzfunktion erfüllt diese Bedingung.

Warum ein Sturz im Alter so gefährlich ist

Stürze sind im Alter kein Randthema, sondern ein echtes Gesundheitsrisiko. Weltweit zählt die WHO jedes Jahr rund 684.000 (WHO) tödliche Stürze - das ist die zweithäufigste Ursache für unfallbedingte Todesfälle nach dem Straßenverkehr, und die höchsten Raten treffen Menschen über 60. Hinzu kommen laut WHO jährlich etwa 37,3 Millionen (WHO) Stürze, die so schwer sind, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Auch in Deutschland sind die Zahlen deutlich: 2024 starben mehr als 21.000 Menschen (Statistisches Bundesamt) an den Folgen eines Sturzes. Das eigentliche Risiko liegt dabei häufig nicht im Sturz selbst, sondern im hilflosen Liegenbleiben danach. Fachleute sprechen vom sogenannten langen Liegen: Wer eine Stunde oder länger nach einem Sturz nicht aufstehen kann, ist stark gefährdet. Eine oft zitierte Studie an Hochbetagten fand, dass rund die Hälfte (BMJ) derjenigen, die länger als eine Stunde am Boden lagen, innerhalb der folgenden sechs Monate verstarb - auch ohne schwere Verletzung durch den Sturz selbst. Genau diese kritische Zeitspanne verkürzt ein früher Notruf. Wer die Wohnung zusätzlich sicherer machen möchte, findet in unserem Ratgeber zur smarten Beleuchtung zur Sturzprävention in der Nacht weitere praktische Ansätze.

Nicht der Sturz, das Liegenbleiben

Viele Stürze gehen glimpflich aus, solange rasch jemand da ist. Dramatisch wird es, wenn eine allein lebende Person nach dem Sturz nicht mehr aufstehen und niemanden erreichen kann. Auswertungen aus dem Rettungsdienst zeigen, dass über die Hälfte der gestürzten Personen bei Ankunft des Rettungswagens noch am Boden lag und rund ein Fünftel bereits länger als eine Stunde (BMJ). Eine Notrufuhr setzt genau hier an: Sie sorgt dafür, dass diese Wartezeit gar nicht erst entsteht - unabhängig davon, ob die Person noch selbst um Hilfe rufen kann.

Was eine Notrufuhr mit Sturzerkennung kann

Eine Notrufuhr ist im Kern ein am Handgelenk getragener kleiner Helfer, der zwei Dinge verbindet: einen bewussten Notruf per Knopfdruck und eine automatische Sturzerkennung, die auch ohne Zutun der Person auslöst. Anders als eine reine Fitness-Smartwatch ist sie darauf ausgelegt, im Ernstfall zuverlässig Hilfe zu holen - mit großen Tasten, klarer Sprachausgabe und einer möglichst einfachen Bedienung. Moderne Geräte haben einen eigenen Mobilfunkanschluss und eine Standortbestimmung an Bord und funktionieren dadurch nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Garten, beim Einkaufen oder auf dem Spaziergang. Das ist wichtig, denn 34,0 Prozent (Statistisches Bundesamt) der über 65-Jährigen in Deutschland leben allein, bei den über 85-Jährigen sind es sogar 56,0 Prozent (Statistisches Bundesamt) - besonders häufig sind Frauen betroffen, von denen 45,4 Prozent (Statistisches Bundesamt) allein wohnen. Die folgenden Bausteine machen eine gute Notrufuhr aus:

Sturzsensor

Bewegungs- und Lagesensoren erkennen einen harten Aufprall mit anschließender Regungslosigkeit und stufen ihn als möglichen Sturz ein.

SOS-Taste

Eine gut fühlbare Taste löst jederzeit bewusst einen Notruf aus - auch bei Unwohlsein, das kein Sturz ist, etwa Schwindel oder Schmerzen.

Mobilfunk und GPS

Ein eigener Mobilfunkanschluss und die Standortbestimmung sorgen dafür, dass der Notruf auch unterwegs samt Position abgesetzt wird.

Sprechverbindung

Über einen Lautsprecher und ein Mikrofon lässt sich direkt mit dem Kontakt oder der Notrufzentrale sprechen, ohne ein Telefon zu suchen.

Countdown zum Abbrechen

Nach einem erkannten Sturz läuft kurz ein Countdown. Ist alles in Ordnung, lässt sich der Alarm abbrechen - das vermeidet unnötige Einsätze.

Akku und Ladeschale

Eine Ladeschale und eine mehrtägige Laufzeit sorgen dafür, dass die Uhr im Alltag durchhält und das Laden zur einfachen Gewohnheit wird.

Wie die automatische Sturzerkennung funktioniert

Hinter der Sturzerkennung stecken kleine Sensoren, wie sie auch in Smartphones sitzen: ein Beschleunigungssensor, der plötzliche, heftige Bewegungen misst, und ein Lagesensor, der die Ausrichtung des Handgelenks erfasst. Fällt ein Mensch, entsteht ein charakteristisches Muster - eine kurze Phase des freien Falls, ein harter Aufprall und danach oft eine ungewöhnliche Ruhe. Ein Algorithmus wertet diese Signale aus und entscheidet, ob es sich um einen Sturz handeln könnte. Erkennt die Uhr einen Sturz, startet sie in der Regel einen kurzen Countdown und meldet sich mit Ton und Vibration. Reagiert die Person nicht, weil sie bewusstlos ist oder sich nicht bewegen kann, setzt die Uhr den Notruf selbstständig ab. Wichtig ist eine ehrliche Einordnung: Diese Technik erkennt viele, aber nicht jeden Sturz - ein langsames Zu-Boden-Gleiten sieht anders aus als ein harter Aufprall und wird seltener erfasst. Umgekehrt kann eine ruckartige Alltagsbewegung einen Fehlalarm auslösen. Beides ist normal und kein Defekt. Für ältere Menschen, die sich Technik im Alltag Schritt für Schritt erschließen, kann übrigens auch die Sprachsteuerung eine große Hilfe sein - dazu haben wir einen eigenen Ratgeber zu Sprachassistenten für Senioren geschrieben.

Ein Fehlalarm ist kein Fehler

Viele Menschen sorgen sich, die Uhr könnte grundlos den Rettungsdienst rufen. Genau dafür gibt es den Countdown: Löst die Uhr bei einer heftigen Bewegung aus, obwohl nichts passiert ist, brechen Sie den Alarm einfach mit einem Tastendruck ab. Wichtiger als seltene Fehlalarme ist, dass die Sturzerkennung überhaupt eingeschaltet und nicht zu unempfindlich eingestellt ist. Testen Sie die Funktion nach dem Einrichten einmal bewusst - so wissen Sie und Ihre Angehörigen, was im Ernstfall passiert.

Notrufuhr oder klassischer Hausnotruf?

Neben der mobilen Notrufuhr gibt es den klassischen Hausnotruf: eine Basisstation, die an das Telefon- oder Internetnetz angeschlossen ist, dazu ein Sender als Armband oder Halskette mit einem einzigen roten Knopf. Beide Systeme haben ihre Berechtigung - die Wahl hängt vom Alltag ab. Der klassische Hausnotruf mit Zuschuss der Pflegekasse ist bewährt, günstig und ideal für Menschen, die überwiegend zuhause sind. Er ist aber an die Reichweite der Basisstation gebunden und hatte lange keine automatische Sturzerkennung. Die mobile Notrufuhr punktet dagegen mit Sturzerkennung, Standort und Reichweite auch außer Haus, ist technisch aber etwas anspruchsvoller und erfordert regelmäßiges Laden. Die folgende Übersicht stellt die typischen Unterschiede gegenüber:

MerkmalKlassischer HausnotrufMobile Notrufuhr
Reichweitenur im Umkreis der Basisstationüberall mit Mobilfunknetz
Automatische Sturzerkennungnur bei manchen Modellenin der Regel eingebaut
Standort im Notfallfeste Wohnadresseaktuelle GPS-Position
Bedienungsehr einfach, ein Knopfeinfach, aber mit App-Einrichtung
LadenSender hält oft Jahreregelmäßig, meist alle paar Tage
Zuschuss der Pflegekassebei zertifiziertem System üblichnur bei anerkannten Systemen

Die Notrufuhr Schritt für Schritt einrichten

Eine Notrufuhr hilft nur, wenn sie richtig eingerichtet ist. Der wichtigste Grundsatz lautet: erst einrichten und testen, dann darauf verlassen. Die meisten Geräte werden über eine App auf dem Smartphone der betroffenen Person oder eines Angehörigen konfiguriert. Nehmen Sie sich dafür in Ruhe eine halbe Stunde Zeit und arbeiten Sie die Schritte der Reihe nach ab. Wer sich damit unsicher fühlt, muss das nicht allein tun - im Rahmen unserer Smart-Home-Beratung und der Technik-Hilfe übernehmen wir die Einrichtung gern vor Ort. So gehen Sie vor:

  1. Die Uhr vollständig laden und prüfen, ob eine SIM-Karte oder ein Mobilfunk-Tarif aktiv ist - ohne Verbindung kann kein Notruf abgehen.
  2. Die zugehörige App auf dem Smartphone installieren und ein Konto für die betroffene Person anlegen; wichtige Angaben wie Name und Wohnadresse hinterlegen.
  3. Die Notrufkontakte in der gewünschten Reihenfolge eintragen und - falls vorhanden - die Notrufzentrale des Anbieters aktivieren.
  4. Die automatische Sturzerkennung einschalten und die Empfindlichkeit passend einstellen, damit echte Stürze erkannt und Alltagsbewegungen möglichst nicht als Sturz gewertet werden.
  5. Standortfreigabe und Sprechverbindung aktivieren, damit im Notfall die aktuelle Position mitgeschickt wird und ein Gespräch möglich ist.
  6. Zum Schluss einen Probealarm auslösen und gemeinsam mit den Kontakten prüfen, ob Anruf, Standort und Benachrichtigung wie gewünscht ankommen.

Notrufkontakte richtig festlegen

Die Sturzerkennung ist nur die eine Hälfte - genauso wichtig ist, wer im Ernstfall erreicht wird. Hier lohnt es sich, vorab in der Familie zu besprechen, wer als erster Kontakt gerufen wird, wer als zweiter einspringt und ob zusätzlich eine professionelle Notrufzentrale aufgeschaltet werden soll. Achten Sie darauf, dass die hinterlegten Personen wissen, dass sie als Notrufkontakt eingetragen sind, tagsüber erreichbar sind und im Zweifel schnell vor Ort sein können. Eine Notrufuhr ersetzt keine Rettungskette, aber sie stellt sicher, dass im Ernstfall überhaupt jemand alarmiert wird. Wie sich weitere hilfreiche Technik altersgerecht kombinieren lässt, zeigt unser Überblick zum Smart Home für Senioren. Die folgende Checkliste hilft beim Festlegen der Kontakte:

  • Mindestens zwei, besser drei Notrufkontakte hinterlegen, damit bei Nichterreichen automatisch der nächste angerufen wird.
  • Die Reihenfolge nach Erreichbarkeit und Nähe wählen - wer schnell vor Ort sein kann, steht möglichst weit oben.
  • Jeden Kontakt informieren, dass er eingetragen ist, und die Notrufuhr einmal gemeinsam testen.
  • Prüfen, ob eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale sinnvoll ist, falls Angehörige nicht immer erreichbar sind.
  • Wichtige Hinweise wie Medikamente, Vorerkrankungen oder einen Schlüsselstandort für den Notfall hinterlegen, sofern das Gerät das erlaubt.

Standortdaten und Datenschutz

Eine Notrufuhr sendet im Notfall den Standort und ist mit einem Konto verknüpft - deshalb gehört der Datenschutz von Anfang an dazu. Klären Sie, wo die Daten gespeichert werden, wer die Standortfreigabe sehen kann und ob sich der laufende Standort dauerhaft mitlesen lässt. Für viele Familien ist eine Freigabe nur im Alarmfall der richtige Mittelweg zwischen Sicherheit und Privatsphäre. Besprechen Sie das offen mit der Person, die die Uhr trägt - ihre Zustimmung ist die Grundlage. Wer Gefahren im Haus insgesamt früh erkennen möchte, kombiniert die Notrufuhr übrigens oft mit weiteren Meldern, etwa einem Wassermelder gegen Wasserschäden.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Der Markt für Notrufuhren ist unübersichtlich, und nicht jedes Gerät passt zu jedem Bedarf. Statt sich von der längsten Funktionsliste leiten zu lassen, lohnt der Blick auf wenige, wirklich entscheidende Punkte. Am wichtigsten ist, dass die Uhr im Alltag getragen wird - eine technisch perfekte Uhr in der Schublade schützt niemanden. Achten Sie deshalb ebenso auf einfache Bedienung und Tragekomfort wie auf die Technik. Wie jedes vernetzte Gerät im Haus, etwa der neue intelligente Stromzähler, braucht auch die Notrufuhr eine verlässliche Verbindung, damit sie im Ernstfall funktioniert. Die folgenden Kriterien haben sich bewährt:

  • Zuverlässige Sturzerkennung mit einstellbarer Empfindlichkeit und einem Countdown zum Abbrechen von Fehlalarmen.
  • Eigener Mobilfunkanschluss und Standortbestimmung, damit die Uhr auch außer Haus schützt und nicht nur an eine Basisstation gebunden ist.
  • Ausreichende Akkulaufzeit und eine einfache Ladeschale, damit das Laden im Alltag zur leichten Gewohnheit wird.
  • Spritzwasser- oder Wasserdichtigkeit, damit die Uhr auch beim Händewaschen oder im Bad getragen werden kann - dort passieren viele Stürze.
  • Wahlweise Notruf an Angehörige oder an eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale, je nach Lebenssituation.
  • Klar geregelte Kosten für Gerät, Mobilfunk und - falls gewünscht - Notrufzentrale, ohne versteckte Folgekosten.

Die Faustregel

Die beste Notrufuhr ist die, die tatsächlich jeden Tag getragen und einmal richtig getestet wurde. Lieber ein einfaches Gerät mit zuverlässiger Sturzerkennung, gepflegtem Akku und hinterlegten Kontakten als ein Hightech-Modell, dessen Funktionen niemand kennt. Sicherheit entsteht nicht durch die Ausstattung allein, sondern durch die Gewohnheit, die Uhr zu tragen, zu laden und im Ernstfall zu bedienen.

Kosten und Zuschuss der Pflegekasse

Bei den Kosten lohnt ein genauer Blick, denn hier unterscheiden sich die Systeme deutlich. Ein klassisches Hausnotruf-Basispaket kostet je nach Anbieter zwischen 23 und 29 Euro (Verbraucherportale) im Monat. Für anerkannte Hausnotrufsysteme übernimmt die Pflegekasse einen monatlichen Zuschuss: Zum 1. April 2026 wurde er von 25,50 Euro auf 27,00 Euro (SGB XI, Paragraf 78) netto pro Monat erhöht, dazu kommt eine einmalige Installationspauschale von 10,49 Euro. Voraussetzung sind in der Regel mindestens Pflegegrad 1, dass die Person überwiegend allein lebt und dass das System von der Pflegekasse zertifiziert ist - wer diese Bedingungen erfüllt, bekommt das Basispaket oft komplett erstattet. Wichtig zu wissen: Dieser Zuschuss der Pflegekasse zum Hausnotruf gilt für zertifizierte Hausnotrufsysteme. Eine frei im Handel gekaufte Smartwatch mit Sturzfunktion, die nur die Familie direkt anruft, fällt in der Regel nicht darunter. Wer den Zuschuss nutzen möchte, sollte deshalb vor dem Kauf klären, ob das Wunschgerät als anerkanntes Hausnotrufsystem gilt. Wir helfen Ihnen, die Angebote einzuordnen und die für Sie passende Lösung zu finden.

Die sicherste Notrufuhr nützt nichts, wenn niemand weiß, wie sie funktioniert. Deshalb richten wir sie ein, testen den Alarm gemeinsam und erklären in Ruhe, bis sich alle im Ernstfall sicher fühlen.

Technik daheim

So richten wir Ihre Notrufuhr vor Ort ein

Eine Notrufuhr ist eine gute Investition in die Selbstständigkeit - aber die Einrichtung schreckt viele ab, gerade wenn App, Mobilfunk und Sturzerkennung im Spiel sind. Genau das nehmen wir Ihnen ab. Wir kommen zu Ihnen nach Hause, packen die Uhr aus, richten sie vollständig ein, aktivieren und justieren die Sturzerkennung, hinterlegen Ihre Notrufkontakte und prüfen Verbindung und Standort. Anschließend lösen wir gemeinsam einen Probealarm aus, damit Sie und Ihre Angehörigen erleben, was im Ernstfall passiert. Danach erklären wir geduldig das Laden, Tragen und Bedienen - auch für Einsteiger und Senioren, für die wir mit unserer Technik-Hilfe den passenden Rahmen bieten. Transparente Konditionen und die Hausbesuch-Pauschale finden Sie auf der Seite zu unseren Preisen; einen Termin vereinbaren Sie ganz unkompliziert. Sie erhalten einen festen Ansprechpartner statt einer Hotline.

Einrichten und aktivieren

Wir richten die Uhr komplett ein, aktivieren die Sturzerkennung und stellen die Empfindlichkeit passend ein - fertig zum Tragen.

Notrufkontakte hinterlegen

Wir tragen Ihre Kontakte in der richtigen Reihenfolge ein und stimmen mit der Familie ab, wer im Ernstfall gerufen wird.

Probealarm testen

Gemeinsam lösen wir einen Testalarm aus, damit alle wissen, wie der Notruf ankommt und wie sich ein Fehlalarm abbrechen lässt.

Geduldig erklären

Wir zeigen in Ruhe das Laden, Tragen und Bedienen und beantworten alle Fragen - so oft, wie es nötig ist.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Weltgesundheitsorganisation (rund 684.000 tödliche Stürze und etwa 37,3 Millionen behandlungsbedürftige Stürze pro Jahr weltweit, Stürze als zweithäufigste Ursache unfallbedingter Todesfälle), Robert Koch-Institut (23,8 Prozent der ab 65-Jährigen mindestens einmal gestürzt 2022, 33,5 Prozent bei den ab 80-Jährigen), Statistisches Bundesamt (mehr als 21.000 Sturztote 2024 sowie Mikrozensus 2024: 34,0 Prozent der ab 65-Jährigen und 56,0 Prozent der ab 85-Jährigen leben allein), einer prospektiven Kohortenstudie aus dem British Medical Journal (Folgen des langen Liegens nach Stürzen bei Hochbetagten) sowie SGB XI, Paragraf 78 (Zuschuss der Pflegekasse zu anerkannten Hausnotrufsystemen, 27,00 Euro monatlich ab 1. April 2026). Angaben zu unserem Vorgehen beruhen auf eigener Projekterfahrung im Raum Hildesheim und Leinetal.

Verwandte Artikel

Technik für Senioren & Lernen

Hausnotruf für Senioren: Zuschuss 2026 richtig nutzen

Hausnotruf für Senioren: Seit April 2026 zahlt die Pflegekasse 27,00 Euro im Monat. So wählen Sie das Gerät, beantragen den Zuschuss und richten alles ein.

12 Min. Lesezeit
Technik für Senioren & Lernen

Eltern wohnen weit weg: Technikhilfe organisieren

Wie Sie den Technikalltag Ihrer Eltern aus der Ferne organisieren: was am Telefon geht, wann jemand vor Ort sein muss und wie ein Hausbesuch für die Eltern abläuft.

16 Min. Lesezeit
Technik für Senioren & Lernen

Handy leichter bedienen: Schrift, Vorlesen, Untertitel

Schrift zu klein, Ton zu leise, Tasten zu winzig: Wie Sie die Bedienungshilfen im Handy so einstellen, dass das Gerät wieder zu Augen und Händen passt.

15 Min. Lesezeit