Kurz und einfach erklärt
Bei einem Stromausfall fällt mehr aus, als man denkt. Der Beitrag zeigt, was ohne Strom noch geht.
Das Telefon im Haus hängt heute am Router. Ohne Strom bleibt es stumm. Auch ein Notruf ist dann oft nicht möglich. Ein geladenes Handy kann helfen.
Legen Sie Lampe, Radio mit Batterien, Bargeld und einen Vorrat bereit. Schreiben Sie wichtige Rufnummern auf Papier.
Testen Sie vorher, wie Sie ein smartes Türschloss von Hand öffnen.
Wir gehen mit Ihnen Zimmer für Zimmer durch.
Ein Sturm zieht durch, irgendwo fällt ein Ast in eine Leitung, und im Haus wird es dunkel. Die erste Minute ist unspektakulär: Taschenlampe am Handy an, Sicherungskasten ansehen, bei den Nachbarn nachfragen. Unangenehm wird es in der zehnten Minute, wenn jemand telefonieren möchte. Denn das Festnetz, das früher auch ohne eigenen Strom funktionierte, hängt heute am Router - und der Router hängt an der Steckdose. Die Bundesnetzagentur formuliert das nüchtern: Die Energieversorgung des Anschlussgeräts muss durch das Stromnetz des Haushalts erfolgen, weil die Einspeisung für den Telefondienst nicht mehr aus dem öffentlichen Telefonnetz kommt (Bundesnetzagentur). Dieser Artikel geht Zimmer für Zimmer durch, was ohne Strom weiterläuft, was sofort stehenbleibt und welche Vorbereitung mit kleinem Aufwand den Unterschied macht. Es geht dabei nicht um Krisenstimmung, sondern um eine halbe Stunde, die man einmal investiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit der Umstellung auf IP-Telefonie hängt das Festnetz am Router: Die Energieversorgung des Anschlussgeräts muss aus dem Stromnetz des Haushalts kommen (Bundesnetzagentur). Ohne Netzstrom ist die Leitung stumm.
- Die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung lag 2024 bei 2,43 Minuten je Letztverbraucher, nach 2,42 Minuten im Vorjahr (Bundesnetzagentur). Der Alltagsfall dauert Minuten, nicht Tage.
- Ein Notruf über 112 oder 110 setzt ein sendendes Netz voraus: Bei einem Stromausfall ist es regelmäßig nicht mehr möglich, Notrufe abzusetzen (Bundesnetzagentur 2022). Ein geladenes Handy erhöht die Chance spürbar.
- Das BBK nennt als Ziel, sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können; auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr (BBK). Batterieradio und Bargeld gehören dazu.
- Testen Sie vor der Sturmsaison die Notöffnung am smarten Türschloss, die Handentriegelung am Rollladen und legen Sie die wichtigsten Rufnummern auf Papier bereit.
Wie lange dauert ein Stromausfall wirklich?
Die Bundesnetzagentur erhebt jedes Jahr, wie lange die Stromversorgung in Deutschland im Mittel unterbrochen war. Die Kennzahl heißt SAIDI EnWG und gibt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenem Letztverbraucher innerhalb eines Kalenderjahres an (Bundesnetzagentur). Für 2024 weist die Behörde 2,43 Minuten (Bundesnetzagentur) aus, nach 2,42 Minuten (Bundesnetzagentur) im Jahr davor. Das ist wenig, und es ist der Grund, warum die meisten Haushalte kaum über das Thema nachdenken. Der Mittelwert sagt allerdings nichts darüber, wie sich ein einzelner Ausfall anfühlt: Er verteilt die gesamte Ausfallzeit rechnerisch über alle Anschlüsse. Wer betroffen ist, sitzt nicht gut zwei Minuten im Dunkeln, sondern erlebt über Jahre gar keinen Ausfall und dann einmal einen längeren.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschreibt die Bandbreite offen: In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben (BBK). Zugleich hält die Behörde fest, dass es in Notsituationen mit großflächigen Schäden durchaus auch einmal Tage dauern kann, bis der Strom wieder verfügbar ist (BBK). Zwischen diesen beiden Sätzen liegt die ganze Vorbereitung. Für den Regelfall genügen eine geladene Powerbank und eine Taschenlampe, die man im Dunkeln auch findet. Für den seltenen langen Fall braucht es ein paar Dinge mehr - vor allem aber die Kenntnis, was im eigenen Haushalt überhaupt am Stromnetz hängt. Genau diese Liste hat kaum jemand im Kopf, weil Technik im Alltag unsichtbar arbeitet und sich erst meldet, wenn sie fehlt.
Was die Statistik zählt
Telefon und Internet: der Ausfall, der überrascht
Bis zur Umstellung auf IP-Telefonie speiste das Telefonnetz die Leitung selbst; ein einfaches Schnurtelefon klingelte auch dann, wenn im Haus kein Strom war. Diese Zeit ist vorbei. Die Bundesnetzagentur formuliert es so: Die Energieversorgung des Anschlussgeräts muss durch das Stromnetz des Haushalts erfolgen, da die Energieeinspeisung für den Telefondienst nicht mehr aus dem öffentlichen Telefonnetz erfolgt (Bundesnetzagentur). Erforderlich ist dafür ein IP-Anschlussgerät, im Alltag also der Router. Fällt der Strom aus, fällt der Router aus, und mit ihm Telefon, WLAN und alles, was daran hängt. Welche Geräte das im eigenen Haushalt sind, zeigt der Beitrag WLAN-Router absichern; wie sich eine echte Störung von einem Stromausfall unterscheiden lässt, steht in Internet gestört? Ursache finden.
Auch das Netz vor der Haustür braucht Strom. Die Bundesnetzagentur hält in ihrem Strategiepapier zur Resilienz fest, dass die Endgeräte der Nutzer im Festnetz heutzutage in der Regel von einer ständigen Stromversorgung abhängig sind (Bundesnetzagentur 2022), und dass insbesondere in den ersten Stunden eines Stromausfalls kein durchgängiges Telekommunikationsnetz zu erwarten ist, weil fest installierte Notstromlösungen nur an begrenzten Technikstandorten der Netzbetreiber vorhanden sind (Bundesnetzagentur 2022). Ein eigener Akku am Router hilft also im Haus, ersetzt aber nicht die Technik dahinter. Für die Vorbereitung heißt das: Der eigene Notstrom verlängert die Chance auf eine Verbindung, er ist aber keine Zusage darauf.
- Router: Ohne Strom kein WLAN, kein Internet und kein Telefon über den Anschluss - unabhängig davon, ob ein Schnurtelefon oder ein Mobilteil daran hängt.
- DECT-Basis: Schnurlose Telefone melden sich an der Basisstation an; ohne deren Strom bleibt auch ein voll geladenes Mobilteil stumm.
- Smart-Home-Zentrale: Zeitpläne, Szenen und Automatiken laufen erst wieder, wenn die Zentrale gestartet ist und ihre Uhrzeit kennt.
- Video-Türklingel: Klingelton, Bild und Benachrichtigung hängen an Netzteil und WLAN; die mechanische Klingel im Treppenhaus tut es oft noch.
- Netzwerkspeicher und Drucker: Beide brauchen Strom und einen erreichbaren Router, bevor sie im Heimnetz wieder antworten.
Router und Anschluss
Das erste Gerät, das ausfällt, und das letzte, das zurückkommt. Alles Vernetzte im Haushalt wartet auf ihn: Telefon, Türklingel, Kameras, Sprachassistent, Netzwerkspeicher. Wer nur ein Gerät absichern möchte, sichert dieses ab.
DECT-Basis und Mobilteil
Das Mobilteil hat einen Akku, die Basis nicht. Genau deshalb hilft der Ladezustand des Telefons wenig, wenn die Basisstation ohne Strom ist. Ein alter Anschluss mit eigener Speisung existiert im IP-Netz nicht mehr.
Handy und Mobilfunkzelle
Der einzige Weg, der oft noch trägt: Endgeräte bieten aufgrund integrierter und externer Akkus auch im Fall eines Stromausfalls zumindest noch für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit zur Kommunikation (Bundesnetzagentur 2022) - vorausgesetzt, eine Zelle in Reichweite sendet.
Notruf 112 und 110: was ohne Strom noch geht
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Anbieter Vorkehrungen zu treffen haben, damit Endnutzern unentgeltliche Verbindungen möglich sind, die durch die Wahl der europaeinheitlichen Notrufnummer 112 oder der zusätzlichen nationalen Notrufnummer 110 eingeleitet werden (§ 164 TKG). Das Gesetz ordnet außerdem an, dass Notrufverbindungen vorrangig vor anderen Verbindungen herzustellen sind (§ 164 TKG). Diese Pflicht gilt für den Dienst, nicht für die Steckdose im Wohnzimmer: Sie sorgt dafür, dass ein Notruf im Netz Vorfahrt bekommt, sobald eine Verbindung überhaupt zustande kommt. Über die Stromversorgung im Haus sagt sie nichts aus, und genau dort liegt im Ausfall das Problem.
Im Strategiepapier zur Resilienz der Telekommunikationsnetze schreibt die Bundesnetzagentur, dass es bei einem Stromausfall regelmäßig nicht mehr möglich ist, Notrufe abzusetzen (Bundesnetzagentur 2022). Der Grund ist derselbe wie beim Festnetz: Ohne durchgängiges Netz gibt es keinen Weg zur Leitstelle, und fest installierte Notstromlösungen gibt es nur an begrenzten Technikstandorten der Netzbetreiber (Bundesnetzagentur 2022). Zugleich benennt die Behörde den Lichtblick: Über Mobilfunk lässt sich zeitgleich eine große Zahl an Nutzern versorgen, und die Endgeräte bieten aufgrund integrierter und externer Akkus auch im Fall eines Stromausfalls zumindest noch für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit zur Kommunikation (Bundesnetzagentur 2022). Wer im Ernstfall telefonieren möchte, braucht also ein geladenes Handy und Geduld beim Verbindungsaufbau.
- Prüfen Sie zuerst, ob nur die eigene Wohnung betroffen ist: Sicherungskasten ansehen, ins Treppenhaus schauen, bei Nachbarn nachfragen.
- Nutzen Sie für einen Notruf das Mobiltelefon, nicht das Festnetz - der Anschluss zu Hause ist ohne Strom stumm.
- Lassen Sie das Handy ruhen, wenn Sie es gerade nicht brauchen; die dauernde Suche nach einem Netz kostet spürbar Akku.
- Rechnen Sie damit, dass Warnmeldungen ausbleiben können: Cell Broadcast funktioniert nur dann, wenn eine Mobilfunkzelle verfügbar ist, in der sich das mobile Endgerät einbuchen kann (Bundesnetzagentur 2022).
- Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können (BBK).
Hausnotruf ist kein Selbstläufer
Zimmer für Zimmer: was stehenbleibt
Der Rundgang beginnt an der Wohnungstür. Ein smartes Türschloss arbeitet in der Regel mit eigenen Batterien und öffnet deshalb weiter, solange diese Ladung haben; die Fernsteuerung über die App ist dagegen weg, weil der Router steht. Entscheidend ist, was passiert, wenn zusätzlich die Batterien schwach sind: Viele Modelle sehen für diesen Fall eine Notöffnung vor, häufig über einen mechanischen Schließzylinder oder eine externe Stromquelle am Gehäuse. Diesen Weg sollte man einmal ausprobiert haben, bevor man ihn braucht. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht im Beitrag Smartes Türschloss sicher auswählen; die Einrichtung übernehmen wir auf Wunsch im Rahmen der Leistung smartes Türschloss.
Weiter in Küche und Wohnzimmer. Das BBK fasst es knapp zusammen: Von einem Stromausfall sind viele Bereiche des Alltags betroffen, Kühlschrank und Herd fallen aus, Licht und Heizung funktionieren nicht mehr (BBK). Bei der Heizung überrascht das viele, denn der Brennstoff ist ja vorhanden - doch Umwälzpumpe, Regelung und Zündung brauchen Strom. Elektrische Rollläden bleiben in der Stellung stehen, in der sie gerade waren; wer tagsüber verschattet, sitzt dann im Dunkeln. Rauchwarnmelder sind die freundliche Ausnahme: Sie arbeiten mit eigener Batterie und melden weiter, auch wenn die Funkvernetzung eingeschränkt sein kann. Was dabei Pflicht ist und was Wartung bedeutet, steht im Beitrag Rauchwarnmelder vernetzen.
- Flur: Taschenlampe an einem festen Platz, mechanischer Schlüssel griffbereit, Notöffnung am Türschloss bekannt.
- Wohnzimmer: Notkurbel oder Handentriegelung für elektrische Rollläden gefunden und einmal betätigt.
- Küche: Kühl- und Gefriergerät bleiben geschlossen; Vorräte, die ohne Kochen essbar sind, liegen an einer bekannten Stelle.
- Arbeitszimmer: Router und DECT-Basis hängen an einer Steckdose, die sich ohne Werkzeug erreichen lässt.
- Schlafzimmer: Geladene Powerbank auf dem Nachttisch, passendes Kabel daneben, Handy vor dem Schlafen laden.
- Keller: Sicherungskasten beschriftet, Zählernummer und Rufnummer des Netzbetreibers notiert.
Der Test, der zehn Minuten dauert
Vorbereiten mit kleinem Aufwand
Vorsorge klingt nach Kellerregal, ist aber vor allem Ordnung. Das BBK nennt den Kern in einem Satz: Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen und Telefonen geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit (BBK). Wer das Handy abends lädt, statt es auf den letzten Rest laufen zu lassen, hat den größten Teil bereits erledigt. Was darüber hinaus hilft, passt auf eine kurze Liste: Licht, Information, Kommunikation, Bargeld, Wärme. Alles andere ist Komfort. Wie sich der Akku im Alltag schonen lässt, steht im Beitrag Handy-Akku hält nicht durch.
| Gerät oder Funktion | Ohne Netzstrom | Vorbereitung | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Router, WLAN, IP-Telefon | fällt sofort aus | unterbrechungsfreie Stromversorgung an Router und DECT-Basis | einmalig, mittlere Kosten |
| Mobiltelefon | läuft, solange der Akku hält | geladene Powerbank und passendes Kabel bereitlegen | gering |
| Smartes Türschloss | öffnet über eigene Batterien, App-Zugriff entfällt | Notöffnung einmal testen, Ersatzbatterien vorhalten | gering |
| Elektrische Rollläden | bleiben in ihrer Stellung stehen | Notkurbel oder Handentriegelung suchen und betätigen | gering |
| Hausnotruf über den Anschluss | abhängig von Gerät und Vertrag | beim Anbieter das Verhalten im Ausfall erfragen | gering |
| Kühl- und Gefriergerät | erwärmt sich langsam | Türen geschlossen halten, Vorräte ohne Kühlung bereitlegen | gering |
| Information von außen | Fernsehen und Internet entfallen | batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereithalten | gering |
| Bezahlen | Kartenzahlung und Automaten entfallen | kleinen Bargeldbestand im Haus halten | gering |
Für den langen Fall gibt das BBK zwei Zahlen vor, die man sich merken kann: Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können (BBK), und auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr (BBK). Dazu gehören ausdrücklich ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können (BBK), und Bargeld, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren (BBK). Der Vorrat ist dabei kein Sonderkauf, sondern die normale Einkaufsliste mit etwas Vorlauf: Was ohnehin gegessen wird, wandert in den Schrank und wird der Reihe nach verbraucht.
Bleibt die Frage nach dem Notstrom für den Router. Eine kleine unterbrechungsfreie Stromversorgung hält Router und DECT-Basis für eine Weile am Leben, und im kurzen Ausfall ist das genau das Richtige: Das Telefon bleibt erreichbar, die Türklingel meldet sich, die Alarmanlage schreibt weiter. Für den langen Fall gilt die Einschränkung aus dem Strategiepapier: Ohne Netz vor der Tür nützt der eigene Akku wenig. Wir sehen uns in der Smart-Home-Beratung an, welche Geräte im Haushalt tatsächlich am Router hängen, und legen mit Ihnen fest, was eine Absicherung wert ist und worauf sich verzichten lässt.
Hausnotruf, Pflege und medizinische Geräte
Der heikelste Punkt braucht die meiste Aufmerksamkeit. Hausnotrufgeräte, Gefahrenmeldeanlagen und einige medizinische Geräte melden sich über den Telefonanschluss an eine externe Stelle. Die Bundesnetzagentur empfiehlt für genau diese Anwendungen, sich beim Dienstanbieter, beim Hersteller oder bei einem Fachunternehmen fachkundig beraten zu lassen, ob die Anwendungen künftig weiter betrieben werden können und welche Anpassungsmaßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind (Bundesnetzagentur). Diese Frage lässt sich in einem Telefonat klären, und die Antwort gehört auf denselben Zettel wie die Rufnummern. Für Haushalte mit Pflegebedarf richten wir das im Rahmen von Technik für Senioren ein.
Wichtig ist die Reihenfolge im Ernstfall. Ein Hausnotrufgerät mit eigenem Akku überbrückt eine gewisse Zeit, meldet den Ausfall aber unter Umständen als Störung an die Leitstelle - das ist so vorgesehen und kein Defekt. Eine Notrufuhr am Handgelenk arbeitet über Mobilfunk und ist damit von der Wohnungstechnik unabhängig, solange sie geladen ist und eine Zelle sendet. Wer beides kombiniert, hat den Ausfall eines einzelnen Weges abgedeckt. Wie sich eine solche Uhr einrichten lässt, steht im Beitrag Notrufuhr mit Sturzerkennung.
- Beim Anbieter des Hausnotrufs nachfragen, wie sich das Gerät bei Stromausfall verhält und wie lange der eingebaute Akku überbrückt.
- Den Probealarm auslösen, den viele Anbieter vorsehen, und Datum sowie Ergebnis notieren.
- Ladezustand von Notrufuhr, Powerbank und Ersatzbatterien prüfen und die Geräte einmal vollständig laden.
- Rufnummern von Leitstelle, Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen auf Papier bereitlegen, nicht allein im Telefonspeicher.
- Den Zugang für Rettungskräfte klären: Wer hat einen mechanischen Schlüssel, wenn die elektrische Türöffnung ausfällt?
Wenn der Strom zurückkommt
Die Rückkehr ist unspektakulär, hat aber eine Reihenfolge, die Ärger spart. Schalten Sie große Verbraucher nach und nach ein, statt alles gleichzeitig anlaufen zu lassen. Der Router braucht in der Regel einige Minuten, bis die Verbindung wieder steht; das ist normal und kein Defekt. Erst danach melden sich Smart-Home-Zentrale, Kameras, Türklingel und Netzwerkspeicher zurück, und zwar in dieser Reihenfolge, weil jedes dieser Geräte den Router braucht. Wer sofort nach dem Wiedereinschalten die App öffnet und nichts sieht, hat meistens nur zu früh geschaut.
Danach lohnt ein kurzer Rundgang. Uhrzeiten an Backofen, Wecker und Heizungsregelung stellen sich selten selbst; Zeitpläne für Licht und Heizung laufen erst wieder, wenn die Zentrale ihre Uhr hat. Prüfen Sie, ob Aufzeichnungen der Kameras weiterlaufen, ob die Video-Türklingel wieder klingelt und ob das Hausnotrufgerät den Normalzustand meldet. Der Kühlschrank braucht keine Aufmerksamkeit, solange die Tür zu blieb - danach entscheidet der Geruch, nicht die Uhr. Diesen Rundgang einmal aufzuschreiben, spart beim nächsten Mal die Hälfte der Zeit.
In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben.
Diese Einordnung ist der Grund, warum dieser Artikel keine Ausrüstungsliste für Wochen enthält. Der wahrscheinliche Fall dauert Stunden, und für Stunden genügen eine geladene Powerbank, eine Taschenlampe, ein Radio und die Gewissheit, dass sich die Wohnungstür öffnen lässt. Alles darüber hinaus ist eine bewusste Entscheidung für den unwahrscheinlichen Fall, und sie darf klein ausfallen. Wer die Liste einmal abgearbeitet hat, muss sie erfahrungsgemäß nur noch einmal im Jahr durchsehen.
Der Plan für Ihren Haushalt
Router absichern
Eine kleine unterbrechungsfreie Stromversorgung für Router und DECT-Basis hält Telefon und Heimnetz im kurzen Ausfall am Laufen. Sie gehört an eine erreichbare Steckdose, damit sich der Ladezustand einmal im Jahr prüfen lässt.
Powerbank laden
Eine geladene Powerbank mit passendem Kabel liegt an einem festen Platz, nicht in der Schublade mit dem alten Zubehör. Sie verlängert genau das Gerät, das im Ausfall die Verbindung nach draußen hält.
Notöffnung testen
Die Notöffnung am smarten Türschloss einmal ausprobieren, den mechanischen Schlüssel an einen festen Platz legen und Ersatzbatterien danebenlegen. Ein Test bei Tageslicht ist zehn Minuten wert.
Rufnummern auf Papier
Leitstelle, Netzbetreiber, Hausarzt, Pflegedienst, Angehörige und Hausnotrufanbieter auf einen Zettel am Sicherungskasten. Ein leeres Handy kennt keine Telefonnummer mehr.
Radio bereithalten
Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können (BBK). Batterien gehören in dieselbe Schublade.
Bargeld im Haus
Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren (BBK). Kleine Scheine und Münzen sind dabei praktischer als ein großer Schein.
Wer diese sechs Punkte erledigt hat, hat den Stromausfall von einem Schreckensbild zu einer Unannehmlichkeit gemacht. Zwei weitere Themen passen in dieselbe halbe Stunde Aufräumen: Ihr E-Mail-Konto ist der Schlüssel zu fast allen anderen Zugängen und gehört abgesichert, wie der Beitrag E-Mail-Konto absichern zeigt; und wer Formulare für Anbieter oder Leitstelle ausfüllen muss, findet in PDF ausfüllen und unterschreiben den Weg ohne Drucker. Beides braucht Strom - und ist deshalb genau das, was man vorher erledigt.
Quellen und Studien
Verwandte Artikel
WLAN-Router absichern: Heimnetz 2026 sicher machen
Router und Smart-Home-Geräte gegen Fremdzugriff absichern: WPA3, Gastnetz für IoT, Firmware-Updates und starke Passwörter - Schritt für Schritt erklärt.
Werbeanrufe und Betrugsanrufe stoppen: Rufsperre einrichten
Rufsperre an Router, DECT-Telefon und Handy einrichten: anonyme Anrufe abweisen, Nummern sperren, Unbekannte stummschalten und Werbeanrufe richtig melden.
Umzug: Internet, Router und Technik am neuen Wohnort
Zieht der Vertrag mit, wann darf man kündigen und warum der WLAN-Name bleiben sollte: der Technikteil eines Umzugs, Schritt für Schritt geplant.