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Weihnachtsbeleuchtung smart steuern: Zeitplan und Kosten

Lichterketten per Zwischenstecker und Zeitplan schalten: ab Sonnenuntergang an, nachts aus. Mit Stromkosten-Rechnung und Tipps für den sicheren Betrieb.

19 Min. Lesezeit Smarte BeleuchtungWeihnachtenEnergie sparenSmart Home

Kurz und einfach erklärt

Im Advent hängen viele Menschen Lichterketten auf. Oft brennen sie zu lange. Denn keiner denkt am Abend daran. Ein smarter Stecker kann das Schalten übernehmen.

Der Stecker sitzt zwischen Steckdose und Lichterkette. Er schaltet das Licht am Abend ein. Spät am Abend schaltet er es wieder aus.

Lampen mit LED brauchen viel weniger Strom als alte Lampen. Lichter mit Batterie sind teuer. Nehmen Sie lieber Ketten mit Kabel.

Draußen braucht jedes Gerät einen Schutz vor Wasser. Stecken Sie keine Leisten in eine andere Leiste. Lassen Sie die Lichter nicht an, wenn keiner da ist.

Ältere Menschen brauchen dafür keine App. Ein fester Plan und ein Knopf an der Tür reichen. Wir helfen gern beim Einrichten.

Am 29. November 2026 ist der 1. Advent, und in vielen Häusern hängen die Lichterketten schon ein paar Tage vorher: im Fenster, an der Hecke, rund um die Haustür. Dann beginnt die Frage, die jedes Jahr wiederkommt: Wer schaltet das alles abends ein und vor dem Schlafengehen wieder aus? Ein smarter Zwischenstecker mit Zeitplan nimmt Ihnen das ab. Er schaltet die Beleuchtung zur Dämmerung ein und nachts wieder aus. Dieser Beitrag zeigt, was eine Lichterkette über die Adventszeit an Strom kostet, welche Technik drinnen und draußen passt, wie Sie Zeitpläne und Gruppen einrichten, wie ältere Menschen die Beleuchtung ohne App bedienen und worauf es bei der Sicherheit ankommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Strom kostete private Haushalte im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 37,97 Cent je Kilowattstunde (Destatis). Eine 20-Watt-LED-Kette mit sechs Stunden täglich vom 1. Advent bis 2. Januar kostet damit rund 1,59 Euro.
  • LED-Lichterketten brauchen nur etwa 1/10 des Stroms von Ketten mit Glüh- oder Halogenlämpchen (Verbraucherzentrale). Batteriestrom ist 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose (Verbraucherzentrale), darum besser netzbetriebene Ketten wählen.
  • Zeitpläne für Gruppen wie Fenster, Garten und Eingang: einschalten ab Sonnenuntergang, fest ausschalten etwa um 23 Uhr. Das Umweltbundesamt rät, Weihnachtsbeleuchtung nachts, bei Abwesenheit und bei Tageslicht auszuschalten.
  • Zwischenstecker und Ketten für draußen brauchen eine ausgewiesene Schutzart gegen Spritzwasser, und Steckdosenleisten gehören nicht hintereinander gesteckt (BAuA 2013). Eine fehlende Außensteckdose setzt ein Elektrofachbetrieb.
  • Von den Menschen ab 65 Jahren nutzen 40 Prozent zumindest hin und wieder einen Sprachassistenten (Bitkom). Für ältere Menschen zählen deshalb ein fester Zeitplan und ein beschrifteter Funktaster oft mehr als eine App.
  • 38 Prozent der Smart-Home-Nutzer verwenden bei vielen Geräten dasselbe Passwort (Bitkom). Zwischenstecker bekommen deshalb ein eigenes Passwort, aktuelle Updates und möglichst ein eigenes WLAN für Geräte.

Warum sich ein Zeitplan für Lichterketten lohnt

Weihnachtsbeleuchtung hat eine Eigenschaft, die sie von der Wohnzimmerlampe unterscheidet: Sie soll vor allem von außen gesehen werden, und sie hängt oft an Stellen, an denen niemand vorbeikommt, um sie auszuschalten. Die Steckdose liegt hinter dem Sofa, auf dem Balkon oder in der Garage. Das Ergebnis kennen viele: Die Lichterkette brennt bis zum Morgen, weil abends niemand mehr daran gedacht hat. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Weihnachtsbeleuchtung bei Abwesenheit, bei hellem Tageslicht und nachts auszuschalten, besonders wenn sie auch den Schlafbereich anderer Menschen erhellt, und nennt die Zeitschaltuhr als bequemen Weg dafür (Umweltbundesamt).

Die Werkzeuge dafür stehen in vielen Haushalten schon bereit. 38 Prozent der Menschen ab 16 Jahren in Deutschland haben smarte Lampen oder Leuchten im Einsatz, und 35 Prozent nutzen smarte Steckdosen (Bitkom). Ein Zwischenstecker, der im Alltag die Stehlampe schaltet, kann im Advent die Lichterkette übernehmen. Gegenüber der mechanischen Zeitschaltuhr hat er drei Vorteile: Er richtet sich nach dem Sonnenuntergang statt nach einer festen Uhrzeit, er lässt sich mit anderen Steckern zu Gruppen zusammenfassen, und er lässt sich per Taster, App oder Sprachbefehl auch außerhalb des Plans schalten.

Wichtig ist die Reihenfolge. Zuerst kommt die Frage, welche Lichter überhaupt brennen sollen und wann jemand sie sieht. Dann die Technik, die zu Steckdose und Standort passt. Erst danach folgt der Zeitplan. Wer so vorgeht, braucht meist weniger Geräte, als er zunächst denkt, und bekommt eine Beleuchtung, die vom 1. Advent bis Anfang Januar ohne Zutun läuft.

Was die Lichterkette an Strom kostet

Für die Rechnung brauchen Sie zwei Werte: die Leistung der Lichterkette in Watt und Ihren Strompreis. Die Leistung steht auf dem Typenschild am Stecker oder Trafo und auf der Verpackung. Beim Strompreis hilft ein Blick auf den Durchschnitt: Strom kostete private Haushalte im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 37,97 Cent je Kilowattstunde, 6,4 Prozent weniger als im 2. Halbjahr 2025 (Destatis). In diesem Durchschnitt stecken Grundpreis, Arbeitspreis, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen (Destatis). Für eine zusätzliche Kilowattstunde zählt bei Ihnen der Arbeitspreis aus dem Vertrag, der in der Regel etwas darunter liegt. Für eine Überschlagsrechnung reicht der Durchschnittswert.

Die Formel ist einfach: Watt mal Stunden pro Tag mal Tage, geteilt durch 1.000, ergibt Kilowattstunden. Diese multiplizieren Sie mit dem Strompreis. Vom 1. Advent am 29. November bis zum 2. Januar sind es 35 Abende. Die folgende Beispielrechnung nutzt diesen Zeitraum und den Durchschnittspreis von 37,97 Cent je Kilowattstunde (Destatis). Die Leistungsangaben sind Beispielwerte; maßgeblich ist das Typenschild Ihrer Kette.

BeispielLeistungBetriebVerbrauch in 35 TagenKosten bei 37,97 ct/kWh
LED-Lichterkette am Fenster5 W6 Stunden täglich1,05 kWhrund 0,40 €
LED-Lichterkette an der Hecke20 W6 Stunden täglich4,2 kWhrund 1,59 €
Dieselbe Kette ohne Abschaltung20 W24 Stunden täglich16,8 kWhrund 6,38 €
Ältere Kette mit Glühlämpchen50 W6 Stunden täglich10,5 kWhrund 3,99 €

Die Zahlen zeigen zwei Hebel. Der erste ist die Laufzeit: Eine Kette, die rund um die Uhr brennt, braucht viermal so viel Strom wie dieselbe Kette mit sechs Stunden am Abend. Der zweite ist die Technik. Lichterketten mit LED brauchen nur etwa 1/10 des Stroms von Ketten mit Glüh- oder Halogenlampen und halten rund 100-mal länger (Verbraucherzentrale). Die Verbraucherzentrale rechnet für eine LED-Lichterkette in vier Wochen mit Stromkosten von etwa 40 Cent (Verbraucherzentrale), für eine Kette mit Glüh- oder Halogenlämpchen in derselben Zeit mit dem Zehnfachen, also 4 Euro (Verbraucherzentrale). Der Vergleich der Verbraucherzentrale geht von einer LED-Kette mit 5 Watt und einer Glühlampen-Kette mit ungefähr 50 Watt aus (Verbraucherzentrale); dieselben Leistungen stehen in der Tabelle.

Vorsicht bei Baumkerzen mit Batterie

Kabellose Baumkerzen mit Batterie wirken praktisch, sind im Betrieb aber teuer: Batteriestrom ist 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose (Verbraucherzentrale). In einer Beispielrechnung für drei Wochen kommen batteriebetriebene Baumkerzen auf etwa 25 Euro (Verbraucherzentrale), dazu kommt der Batteriemüll. Das Umweltbundesamt rät deshalb zu netzbetriebener Weihnachtsbeleuchtung mit Stromkabel (Umweltbundesamt). Wer auf Kerzenoptik am Baum nicht verzichten möchte, nimmt eine LED-Kerzenkette mit Netzteil und schaltet sie über einen Zwischenstecker.

Ein Punkt fehlt in vielen Rechnungen: Der smarte Zwischenstecker braucht selbst etwas Strom, weil er dauerhaft auf Befehle wartet. Der Wert steht im Datenblatt des Geräts und lässt sich mit derselben Formel umrechnen, nur eben über 24 Stunden am Tag. Bei sparsamen LED-Ketten kann dieser Eigenverbrauch einen merklichen Teil der Gesamtrechnung ausmachen. Ziehen Sie den Zwischenstecker deshalb nach der Saison aus der Steckdose, wenn er bis zum nächsten Advent keine andere Aufgabe hat.

Welche Technik drinnen und draußen passt

Für die meisten Lichterketten reicht ein smarter Zwischenstecker. Er sitzt zwischen Steckdose und Netzstecker der Kette und schaltet den Strom ein und aus. Damit das funktioniert, muss die Kette nach dem Einschalten von selbst leuchten. Ketten mit eigenem Steuergerät für Blink- und Dimmprogramme starten nach einer Stromunterbrechung manchmal im ersten Programm oder bleiben aus. Testen Sie das vor dem Aufhängen: Stecker ziehen, wieder einstecken und beobachten, in welchem Modus die Kette anläuft. Achten Sie außerdem auf die Höchstlast, die auf dem Zwischenstecker steht. LED-Ketten liegen weit darunter, doch wer mehrere Ketten an einen Stecker hängt, zählt die Watt-Angaben zusammen.

Zwischenstecker für innen

Schaltet Lichterketten am Fenster, im Regal oder am Baum. Er braucht eine Steckdose in Reichweite und ein stabiles WLAN- oder Funksignal.

Zwischenstecker für außen

Für Balkon, Hecke und Hauseingang. Der Hersteller muss ihn für den Außeneinsatz ausweisen, sonst gehört er nach drinnen.

Smarte Lichterkette

Bringt die Funksteuerung schon mit, oft samt Farbe und Helligkeit. Dafür kommt häufig eine eigene App dazu, die nicht mit jedem System zusammenarbeitet.

Funktaster

Ein Knopf an der Haustür oder neben dem Sessel schaltet eine ganze Gruppe. Er funktioniert ohne Handy und ohne Sprachbefehl.

Sprachassistent

Schaltet Gruppen mit einem kurzen Satz wie „Fensterlicht an“. Sinnvoll, wenn er im Haushalt ohnehin genutzt wird.

Zentrale oder App

Führt Zeitpläne und Gruppen aus. Bei manchen Geräten liegt der Plan im Stecker selbst und läuft auch ohne Internet weiter.

Draußen gelten strengere Regeln. Bei allen Lichterketten für den Außenbereich müssen Trafo und Kabel gegen Spritzwasser geschützt sein, sonst droht bei Regen ein Kurzschluss; als Kennzeichnung nennt die Verbraucherzentrale die Kürzel IP44, IP54 oder IP64 oder das Symbol Tropfen im Dreieck (Verbraucherzentrale). Lichterketten für den Wohnraum gehören nicht ins Freie (Verbraucherzentrale). Dasselbe gilt für den Zwischenstecker: Trägt er keinen Hinweis auf den Außeneinsatz, ist er ein Gerät für drinnen. Fehlt draußen eine geeignete Steckdose, setzt sie ein Elektrofachbetrieb. Ein Verlängerungskabel durch den gekippten Fensterspalt ist keine Lösung, weil das Fenster das Kabel quetschen kann.

Bei der Lichtfarbe hilft ein Blick auf die Packung. Lampen mit weniger als 3.000 Kelvin geben warmweißes, gelbliches Licht (Verbraucherzentrale), das der Kerzenstimmung am nächsten kommt. Wer Ketten verschiedener Hersteller mischt, bekommt sonst schnell ein Fenster in Warmweiß und eine Hecke in kühlem Blau. Sollen Geräte verschiedener Marken in einer App zusammenarbeiten, hilft ein gemeinsamer Funkstandard; was der Standard Matter dabei leistet und wo er an Grenzen stößt, steht im Beitrag Matter erklärt.

Den Zeitplan einrichten: ab Sonnenuntergang, nachts aus

Die meisten Apps für smarte Stecker kennen neben festen Uhrzeiten auch Regeln nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Dafür braucht die App Ihren Standort, meist genügt der Ort oder die Postleitzahl. Der Vorteil liegt im Advent auf der Hand: Der Sonnenuntergang verschiebt sich zwischen Ende November und Anfang Januar, und die Regel wandert mit, ohne dass Sie nachstellen müssen. Ein Versatz von zehn bis zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang wirkt oft natürlicher, weil es dann wirklich dämmert.

  1. Standort in der App eintragen und prüfen, ob die Zeitzone stimmt.
  2. Für jede Gruppe eine Regel anlegen: einschalten zum Sonnenuntergang, auf Wunsch mit 15 Minuten Versatz.
  3. Eine feste Abschaltzeit setzen, zum Beispiel 23 Uhr. Wer früh schlafen geht, wählt 22 Uhr.
  4. Optional einen Morgenplan anlegen, etwa von 6:30 Uhr bis Sonnenaufgang, wenn morgens jemand im Dunkeln das Haus verlässt.
  5. Ausnahmen für besondere Abende eintragen: An Heiligabend und Silvester darf es länger leuchten.
  6. Am ersten Abend kontrollieren, ob alle Ketten zur richtigen Zeit an- und ausgehen.

Warum die Abschaltung in der Nacht so viel bringt, zeigt die Tabelle oben: Jede Stunde, in der eine Kette ungesehen brennt, zählt in der Rechnung voll mit. Dazu kommt die Rücksicht auf die Nachbarschaft. Eine helle Lichterkette am Balkon oder ein Leuchtstern im Garten kann bis in das Schlafzimmer gegenüber scheinen. Das Umweltbundesamt nennt genau diesen Fall als Grund, die Beleuchtung nachts auszuschalten (Umweltbundesamt). Eine feste Uhrzeit für das Ausschalten ist außerdem leichter zu merken als jede Ausnahme.

Wenn das Internet ausfällt

Prüfen Sie beim Einrichten, wo der Zeitplan gespeichert wird. Liegt er im Stecker oder in einer Zentrale bei Ihnen zu Hause, läuft er auch bei einer Internetstörung weiter. Liegt er nur in der Cloud des Herstellers, bleibt die Kette bei einem Ausfall in der Regel im letzten Zustand stehen, im ungünstigen Fall eingeschaltet. Nach einem Stromausfall sollte der Stecker wieder in den geplanten Zustand wechseln; in vielen Apps lässt sich festlegen, wie er sich nach dem Einschalten verhält.

Gruppen und Zonen: alle Lichter mit einem Befehl

Sobald mehr als zwei Lichterketten im Spiel sind, lohnt es sich, in Zonen zu denken statt in Geräten. Eine Zone ist ein Bereich, der gemeinsam an- und ausgehen soll: die Fenster zur Straße, der Garten mit Hecke und Baum, der Hauseingang. In der App fassen Sie die Zwischenstecker jeder Zone zu einer Gruppe zusammen und geben ihr einen klaren Namen. Der Zeitplan hängt dann an der Gruppe, nicht am einzelnen Stecker. Kommt eine Kette dazu, fügen Sie sie der Gruppe hinzu, und sie übernimmt den Plan.

ZoneTypische TechnikBeispiel-ZeitplanHinweis
Fenster zur StraßeZwischenstecker für innenSonnenuntergang bis 22:30 UhrKabel nicht im Fensterrahmen einklemmen
Hecke und GartenZwischenstecker für außenSonnenuntergang bis 23 UhrSchutzart für den Außeneinsatz beachten
HauseingangSmarte Lampe oder Kette mit Bewegungsmelderbei Bewegung, 3 Minuten Nachlaufbeleuchtet zugleich den Weg zur Tür
WeihnachtsbaumZwischenstecker für innenper Taster oder Sprachbefehlbeim Verlassen des Raums ausschalten

Der Hauseingang ist ein Sonderfall. Dort zählt neben der Stimmung auch der sichere Weg zur Tür. Eine Kette oder Lampe, die bei Bewegung angeht, leuchtet genau dann, wenn jemand kommt, und spart in der übrigen Zeit Strom. Wie Licht mit Bewegungsmeldern nachts den Weg sicherer macht, beschreibt der Beitrag Nachts sicher aufstehen. Fahren Sie über die Feiertage weg, bleiben die Lichterketten aus; dieselbe Technik kann stattdessen einen Abwesenheitsplan übernehmen, der abends eine Zimmerlampe einschaltet. Wie solche Lichtpläne zum Einbruchschutz beitragen, steht im Beitrag Einbruchschutz für Mieter.

Einfach bedienen: Taster, Stimme und feste Zeiten

Smarte Weihnachtsbeleuchtung soll entlasten und keine neue Aufgabe schaffen. Das gilt besonders, wenn ältere Eltern oder Großeltern die Lichter im eigenen Haus haben möchten. Von den Menschen ab 65 Jahren nutzen 40 Prozent zumindest hin und wieder einen Sprachassistenten (Bitkom), die Mehrheit also nicht. Unter allen, die einen Sprachassistenten verwenden, steuern 74 Prozent damit Haushaltsgeräte (Bitkom). Die Sprachsteuerung ist damit ein guter Weg für alle, die sie schon kennen, aber keine Voraussetzung.

Für alle anderen ist eine Bedienung ideal, die gar nicht nötig ist: Der Zeitplan erledigt das tägliche Ein- und Ausschalten. Für Ausnahmen kommt ein Funktaster dazu, gut sichtbar an der Haustür oder neben dem Lieblingssessel. Ein Druck schaltet die Gruppe an, ein zweiter wieder aus. So bleibt die Beleuchtung bedienbar, auch wenn das Handy im anderen Zimmer liegt.

  • Ein fester Zeitplan je Gruppe statt vieler Einzelregeln.
  • Ein beschrifteter Funktaster für die Gruppe, die am häufigsten außerhalb des Plans geschaltet wird.
  • Kurze, eindeutige Gruppennamen wie „Fensterlicht“ oder „Garten“, falls ein Sprachassistent genutzt wird.
  • Keine Benachrichtigungen aufs Handy für jedes Ein- und Ausschalten.
  • Ein Merkzettel neben dem Taster: was er schaltet und wen man bei Fragen anruft.
  • Fernzugriff durch Angehörige nur mit Einverständnis und eigenem Zugang, nicht mit dem Passwort der Eltern.

Wie Sie einen Sprachassistenten so einrichten, dass er auch ohne Technikkenntnisse funktioniert, zeigt der Beitrag Sprachassistent für Senioren einrichten. Wer ein smartes Gerät zu Weihnachten verschenken möchte, findet im Ratgeber Technik verschenken die Schritte, die vor dem Einpacken erledigt sein sollten. Unsere Hilfe bei Technik im Alltag älterer Menschen beschreibt die Seite Technik für Senioren.

Sicher betreiben: Stecker, Kabel und Aufsicht

Nach Angaben der Verbraucherzentrale gelangt wiederholt Weihnachtsschmuck mit erheblichen Sicherheitsmängeln auf den Markt (Verbraucherzentrale). Die Verbraucherschützer raten, sich nicht allein auf das CE-Zeichen zu verlassen, mit dem Hersteller nur selbst erklären, die geltenden EU-Richtlinien einzuhalten; bessere Hinweise geben das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, ein VDE-Prüfzeichen oder ein TÜV-Siegel (Verbraucherzentrale). Alte Ketten mit Glühlämpchen werden außerdem heiß: Manche Glühlampen erreichen bis zu 70 Grad Celsius, genug, um Tannenzweige, Strohsterne oder Tücher zu entflammen, während LED-Ketten wesentlich weniger Hitze entwickeln (BAuA 2013).

Ein häufiger Fehler entsteht beim Anschließen. Mehrere Steckdosenleisten hintereinander zu stecken, erhöht die Brandgefahr, weil sich jede Steckverbindung erwärmt; liegen die Leisten verdeckt, etwa unter einem Teppich oder hinter einem Vorhang, steigt die Gefahr zusätzlich (BAuA 2013). Die Leistung aller angeschlossenen Geräte darf die zulässige Leistung der Steckdosenleiste nicht übersteigen (BAuA 2013). Ein smarter Zwischenstecker ändert daran nichts: Er gehört direkt in die Wandsteckdose, und die Kette hängt an ihm, nicht an einer Reihe aus Verteilern.

  • Kabel, Stecker und Fassungen vor dem Aufhängen ansehen; brüchige Isolierung oder lose Lämpchen sind ein Grund zum Aussortieren.
  • Bei alten Glühlampen-Ketten überhitzen sich nach dem Ausfall einzelner Lämpchen die übrigen stark (Verbraucherzentrale); solche Ketten besser durch LED ersetzen.
  • Draußen nur Ketten für den Außeneinsatz verwenden und die Steckverbindung vor Regen schützen.
  • Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken und nicht abdecken.
  • Ketten nicht direkt auf Heizkörper, Kissen oder trockene Zweige legen.
  • Die Beleuchtung nicht dauerhaft unbeaufsichtigt betreiben und beim Verlassen des Hauses ausschalten.

Der Zeitplan ersetzt keine Aufsicht

Ein smarter Stecker schaltet nach Plan, aber er erkennt weder ein beschädigtes Kabel noch einen Wärmestau. Planen Sie die Beleuchtung deshalb so, dass sie brennt, wenn jemand zu Hause ist. Für Reisen stellen Sie einen eigenen Abwesenheitsplan ein, der nur einzelne Lampen schaltet, statt die gesamte Außenbeleuchtung tagelang laufen zu lassen.

Zwischenstecker im Heimnetz absichern

Jeder smarte Zwischenstecker ist ein kleiner Computer im Heimnetz. 83 Prozent der Smart-Home-Nutzer haben die Sorge, dass smarte Geräte gehackt werden könnten (Bitkom). Gleichzeitig verwenden 38 Prozent der Nutzer bei vielen ihrer Smart-Home-Geräte dasselbe Passwort, und 27 Prozent installieren verfügbare Software-Updates nur selten sofort (Bitkom). Beides lässt sich beim Einrichten der Weihnachtsbeleuchtung gleich mit erledigen.

  • Für das Herstellerkonto ein eigenes, langes Passwort wählen und, wenn angeboten, die Anmeldung in zwei Schritten einschalten.
  • Updates für App und Stecker vor Beginn der Saison installieren und automatische Updates einschalten, wo das möglich ist.
  • Smarte Geräte in ein eigenes WLAN für Geräte oder ins Gäste-WLAN des Routers hängen.
  • Nicht benötigte Freigaben in der App abschalten, etwa den Standortzugriff im Hintergrund, wenn der Zeitplan ohne ihn auskommt.

Ein Zwischenstecker verrät mehr, als man denkt: Seine Schaltzeiten zeigen, wann jemand zu Hause ist. Achten Sie deshalb darauf, wer Zugriff auf die App hat, und entfernen Sie alte Zugänge, etwa von früheren Mitbewohnern. Wie Sie Router und Heimnetz grundsätzlich absichern, steht im Beitrag WLAN-Router absichern. Welche Einstellungen bei smarten Geräten den Datenschutz verbessern, steht im Ratgeber Smart Home sicher und datensparsam einrichten.

Nach dem Fest: Pläne pausieren, Verbrauch auswerten

Wenn die Lichterketten Anfang Januar abgehängt werden, lohnt es sich, die Zeitpläne nicht zu löschen, sondern zu pausieren. Im nächsten November schalten Sie sie mit einem Fingertipp wieder ein, Gruppen und Namen sind noch da. Viele Zwischenstecker messen außerdem den Verbrauch. Vergleichen Sie den gemessenen Wert mit Ihrer Rechnung: Liegt er deutlich höher, brennt eine Kette länger als geplant, oder sie braucht mehr Strom als angegeben.

Smarte Technik kann den Umgang mit Strom verändern: In fast 6 von 10 Haushalten mit Smart-Home-Technik, 58 Prozent, ist nach Angabe der Nutzer der Strom- und Energieverbrauch gesunken, und 44 Prozent der Nutzer sagen, die Technik motiviere sie, bewusster mit Strom umzugehen (Bitkom). Die Zwischenstecker der Weihnachtsbeleuchtung können im übrigen Jahr Stehlampen nach Zeitplan schalten oder Geräte im Bereitschaftsbetrieb vom Netz nehmen. Welche smarten Helfer beim Heizen und beim Strom am meisten bringen, zeigt der Beitrag Smart Home 2026: Heiz- und Stromkosten senken.

Wie Technik daheim die Lichter einrichtet

Technik daheim ist kein Elektrofachbetrieb. Außensteckdosen, feste Leuchten an der Fassade und alles, was an die Hausinstallation geht, gehören in die Hand eines Elektrikers. Wir kümmern uns um den smarten Teil: Im Raum Hildesheim und im Leinetal kommen wir zu Ihnen nach Hause, binden Zwischenstecker und smarte Lichterketten in eine App ein, fassen Fenster, Garten und Eingang zu Gruppen zusammen und stellen die Zeitpläne auf Sonnenuntergang und eine feste Abschaltzeit. Auf Wunsch koppeln wir einen Funktaster oder einen Sprachassistenten und üben die Bedienung mit Ihnen oder Ihren Eltern, bis sie sitzt. Mehr dazu auf der Seite smarte Beleuchtung.

Steht die Technik noch nicht fest, klären wir in der Smart-Home-Beratung, welche Stecker zu Ihren Steckdosen, Ihrem WLAN und Ihren vorhandenen Geräten passen. Einen Überblick über alle Einsätze rund um vernetzte Geräte gibt die Seite Smart Home einrichten. Für einen Termin vor dem 1. Advent erreichen Sie uns über die Kontaktseite.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Statistisches Bundesamt (Destatis), Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gesunken, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026; Verbraucherzentrale, Ratgeber zu energiesparenden Lichterketten (Stand 31. August 2026); Umweltbundesamt, Grüne Weihnachten: Tipps für nachhaltige Feiertage (aktualisiert am 21. November 2025); Bitkom, Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt Smart-Home-Geräte (15. Dezember 2025), Smart Home: Mehrheit hält eigene Daten für sicher (11. September 2026), 6 von 10 Haushalten verbrauchen durch smarte Technologien weniger Energie (2. Oktober 2026) sowie Audios, Videos, Sprachassistenten: Wie Künstliche Intelligenz die Unterhaltungselektronik verändert (2. September 2025); Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und Aktion DAS SICHERE HAUS, Gefährliche Produkte in Haushalt und Freizeit (Stand Herbst 2013). Die Kostenbeispiele sind eigene Rechnungen mit Beispielwerten.

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